Ideen für Rheinstetten:Polder Neuburgweier


Polder Neuburgweier

Das zentrale Thema für Rheinstetten und ganz speziell für Neuburgweier wird in den kommenden Jahren der Altrheinpolder sein. Dieser Polder wird die Gemüter erhitzen, die Diskussionen entfachen und er wird einen Teil unserer Gemeinde verändern.

 

Aber, und das sagen wir mit aller Deutlichkeit, dieser Polder ist wichtig und richtig für die Menschen, die am Rhein leben. Er ist auch ein Stück Solidarität mit den Menschen, die jährlich gegen Hochwasser zu kämpfen haben und letztendlich das ausbaden müssen, was ein Ergebnis der tullaschen Rheinbegradigung ist.

 

Bei solch gewaltigen Veränderungen und Eingriffen ist es wichtig zu wissen, dass sich die handelden Personen im Klaren über den Inhalt ihrer Diskussion und ihrer Entscheidungen sind.

Nicht immer muss das Rad neu erfunden werden, sondern oftmals kann man von den Erkenntnissen anderer profitieren, wenn man sie kennt. Genau deshalb hat sich die SPD von Anfang an um das Thema "Polder" gekümmert und ist am Ball geblieben, um Einfluss auf Entwicklungen nehmen zu können.

 

Hier ein Beispiel für dieses "Sich-Kundig-Machen":

 

SPD informiert sich über den „Polder Altenheim“

 

Während ihres Klausurwochenendes am 13./14.03.2009 informierte sich die Gemeinderatsfraktion der SPD Rheinstetten zusammen mit den beiden Kreisräten Gerhard Dietz und Gerhard Bauer, dieser auch in seiner Eigenschaft als Ortsvorsteher von Neuburgweier, intensiv über den Polder „Altenheim“. Während eines Empfangs im Rathaus der Gemeinde Neuried, wurden die Klausurteilnehmer der  SPD vom Bürgermeister Gerhard Borchert und dem Forstamtsleiter Hepfer über die Ausmaße und Auswirkungen des Polders von der Planungs- und Bauphase bis hin zum Polderbetrieb informiert.

 

Der Polder „Altenheim“ ist seit 1988 in Betrieb und mit einem Fassungsvermögen von 17,6 Mio.  m³ etwas größer als der Polder „Rheinstetten-Rappenwörth“ der ein Fassungsvermögen von 14 Mio. m³ aufweist. Da der Polder „Altenheim“ bereits vier Hochwassereinsätze und weit mehr als 100 ökologische Flutungen hinter sich hat, können der Bürgermeister der Gemeinde Neuwied und  der zuständige Förster auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, zumal sie seit Beginn des Polderbaus in das Verfahren eingebunden sind.

 

Diese Erfahrungen wurden von beiden Fachleuten in einem außergwöhnlich informativen Vortrag dargestellt. Im Anschluss daran wurden von beiden die  vielfältigen Fragen zum Polderbau und Polderbetrieb beantwortet. Die Antworten auf die Fragen hinsichtlich des Baustellenverkehrs, der Grundwassersituation, der ökologischen Flutungen, der forstlichen und der landwirtschaftlichen Nutzung, sowie der Freizeitnutzungen der Wanderwege und Badeseen, wurden dabei sehr anschaulich dargestellt. Auch stellte sich dabei heraus, dass Erkenntnisse, die aus dem Polder „Altenheim“ gewonnen worden waren, bereits in die Planung des Polders „Rheinstetten-Rappenwörth“ einbezogen wurden.

 

Im Anschluss an die Informationsveranstaltung im Rathaus der Gemeinde Neuwied, wurden die Teilnehmer von Bürgermeister Borchert und Förster Hepfer bei einer Wanderung durch den Polderraum geführt. Hierbei wurden sowohl die Polderdämme, als auch die Ein- und Auslassbauwerke besichtigt. Außer über die Größe dieser Bauwerke konnten sich die Klausurteilnehmer der SPD-Fraktion im Polderraum auch ein Bild über die Weggestaltung, die Führung der Schluten und über den Verlauf der ökologischen Flutungen machen. Bei dieser Führung wurde durch den sehr engagierten Förster auch die Auswirkungen des Polders auf die Wald- und Forstwirtschaft  und die Freizeitnutzung während der ökologischen Flutungen und die Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Freiburg dargestellt.

 

Die aus der Informationsveranstaltung gewonnenen wertvollen Erkenntnisse werden die Mitglieder der SPD-Fraktion in die bevorstehenden Beratungen zum Planfeststellungsverfahren des Polders „Bellenkopf-Rappenwörth“ einbringen.

 

Die Veranstaltung zum Thema "Polder", die Sie nicht versäumen sollten:

zurück zur Übersicht...

Fenster schliessen