Chancengleichheit bei Bildung und Betreuung

Wir Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste der SPD Rheinstetten wollen, dass jedes Kind in Rheinstetten seine Potenziale und Talente in seinem Leben voll entfalten kann. Das liegt im Interesse jedes Menschen, aber auch unserer gesamten Volkswirtschaft. Dafür brauchen wir Chancengleichheit in der Bildung und Betreuung unserer Kinder aus einem Guss und von Anfang an, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.
Bildung und Betreuung der Kinder gehören zu den Kernaufgaben jeder Kommune!
Die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fordern den bedarfsgerechten und qualitätsorientierten Ausbau der Kinderbetreuung. Baden-Württemberg und auch Rheinstetten sind noch weit entfernt von einem gesellschaftlichen Bewusstsein wie in Frankreich, wo es zwar keine Pflicht zum Besuch der „école maternelle“ gibt, faktisch aber alle Kinder diese Einrichtung besuchen.
Auf Antrag der SPD wurden weitere Kleinkindgruppen in den Kindergärten St. Ursula und Regenbogen eingerichtet. Damit und mit der bereits 2007 durchgeführten Kindergarten-Entwicklungsplanung kann sich Rheinstetten zwar sehen lassen, aber es gilt für zukünftige Entwicklungen Vorsorge zu treffen.
Unser Antrag zur Reduzierung der Zweitkinderbeiträge fand im Gemeinderat keine Mehrheit. Eine Entlastung junger Familien ist aber zwingend notwendig.
Wir wollen:
• Den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kleinkinder unter drei Jahren, um die für 2013 per Rechtsanspruch festgelegte Versorgungsquote von 35 Prozent auf Dauer zu garantieren.
• Neubau des Kindergartens im Silberstreifen
• Die schrittweise Einführung von gebührenfreien Kindergärten, beginnend mit dem letzten Kindergartenjahr und der Abschaffung der Zweitkinderbeiträge.
• Die intensive Ausweitung der Sprachförderung in Kindergärten insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund.
• Die Unterstützung alternativer Betreuungsformen z.B. Waldkindergarten.
Schule ist Zukunftsaufgabe jeder Kommune!
Als eine der wichtigsten Reaktionen sowohl auf die negativen Ergebnisse der internationalen Bildungsleistungsvergleiche wie PISA als auch auf die geringe soziale Chancengleichheit in der Bildung haben Bund und Länder 2003 unter Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn den gemeinsamen Ausbau des Ganztagesschulangebots beschlossen.
Auch in Rheinstetten werden im Schulbereich Investitionen notwendig und steigen, weil auch unsere Schulen nur als Ganztageseinrichtungen erfolgreich sein werden. Aber Rheinstetten hat dazu, obwohl die SPD das seit 2003 konsequent fordert, noch keine Vorkehrungen getroffen. Wenn neue Fördermittel (z.B. im Rahmen der Konjunkturpakete) beantragt werden können, kommt Rheinstetten nach derzeitigem Stand wieder zu spät!
Der Abwärtstrend bei den Schülerzahlen setzt sich auch in Rheinstetten fort.
Die für 2008 vorgesehene Schulentwicklungsplanung lässt weiter auf sich warten und blockiert damit dringend notwendige und sinnvolle Sanierungen bei den Schulgebäuden.
Wir wollen:
• Echte Ganztagesschulen in ganz Rheinstetten, die mit genügend Lehrerdeputaten versorgt sind.
• Die Schaffung einer Schulstruktur, die längeres gemeinsames Lernen möglich macht und die Sozialauswahl nach der 4. Klasse beendet.
• Sanierung der Schulgebäude
• Ausbau der Schulsozialarbeit

Jugendarbeit als Pflichtaufgabe begreifen!
Zu den wichtigen Standortfaktoren einer Stadt gehört auch die Jugendarbeit einer Kommune. Wie sehr Kinder und Jugendliche ernst genommen werden, zeigt sich in vielen Bereichen wie z.B. der Schul-, Jugend-, Vereins- und Kulturpolitik einer Stadt.
Die offene Jugendarbeit in Rheinstetten hat durch das Jugendhaus und die Einrichtungen an der Keltenhalle die notwendige Infrastruktur erhalten. An zwei Orten, Jugendhaus und Infaction haben Jugendliche die Möglichkeit, ihre Freizeit zu verbringen oder sich Rat zu holen.
Mit der aktiven Mobilen Jugendarbeit werden Probleme in den Stadtteilen zum Teil entschärft. Stadtranderholung und Ferienprogramme sind wichtige Bestandteile der städtischen Jugendarbeit. Diese bereits geschaffenen Strukturen gilt es weiter zu entwickeln. Dabei spielt der Jugendgemeinderat eine wichtige Rolle.
Wir wollen:
• Den Ausbau der Mobilen Jugendarbeit
• Den Ausbau des „Aktionsparks“ rund um das Jugendhaus
• Die Schaffung dezentraler Angebote in allen Stadtteilen
Kultur ist ein entscheidender Standortvorteil
Kultur ist Daseinsvorsorge sowohl für die einzelne Bürgerin, den einzelnen Bürger, als auch für die Gemeinde – als funktionierende soziale Einheit – selbst. Kultur ist Voraussetzung von Lernen und Bildung. Lernen und Bildung ist Voraussetzung für Kultur. Kultur ist damit auch ein gemeinschaftsbildendes, persönlichkeitsbildendes Element, das grundlegende pädagogische Möglichkeiten besitzt.
Kultur ist ein wirtschaftlicher Standortfaktor.
Die kulturelle und interkulturelle Bildung stellt eine grundlegende Voraussetzung für Integration dar. Kultur ist eine verbindende Kraft. Kunst und Kultur schaffen Voraussetzungen für kognitives Lernen, vernetztes Denken und kreative Problemlösungspotenziale.
Sie schaffen genau jene Schlüsselqualifikationen, ohne die heute kein Betrieb, keine Verwaltung und überhaupt kein Bereich der modernen Wissensgesellschaft mehr auskommen kann.
Weil wir davon überzeugt sind, hat die SPD Rheinstetten bereits 2001 das Kulturprojekt „KiR“ ins Leben gerufen.
Wir wollen:
• Die Kultur als Daseinsvorsorge fest in Rheinstetten verankern.
• Die Erhaltung und Förderung des Bestehenden wie z.B. das Pamina-Museum, die Sport-, Kultur- und Musikvereine sowie den Fortbestand der freien Einrichtungen.
• Eine weiterhin attraktive Stadtbibliothek und eine leistungsstarke VHS
• Eine Stadtverwaltung, die sich als Vorreiterin einer konsequenten Vernetzung des kulturellen Angebots innerhalb Rheinstettens begreift.






